Im Bereich der Pikosekunden-Lasermarkierungsmaschinen ist Präzision der zentrale Indikator für die Leistungsbewertung der Anlagen. Das Trägermaterial, als wichtigster Bestandteil des Lasersystems und der Präzisionskomponenten, beeinflusst die Stabilität der Bearbeitungsgenauigkeit maßgeblich. Granit und Gusseisen, zwei gängige Trägermaterialien, weisen signifikante Unterschiede in ihren Dämpfungseigenschaften bei der ultrafeinen Bearbeitung im Pikosekundenbereich auf. Dieser Artikel analysiert die Vor- und Nachteile beider Materialien eingehend, um eine wissenschaftliche Grundlage für die Anlagenmodernisierung zu schaffen.
Die Materialeigenschaften bestimmen die Grundlage der Präzision
Granit ist im Wesentlichen ein magmatisches Gestein, das durch geologische Prozesse über Hunderte von Millionen Jahren entstanden ist. Seine innere Kristallstruktur ist dicht und gleichmäßig, mit einem linearen Ausdehnungskoeffizienten von nur 0,5–8 × 10⁻⁶/℃, vergleichbar mit dem von Präzisionslegierungen wie Indiumstahl. Diese Eigenschaft bewirkt, dass sich seine Abmessungen bei Schwankungen der Umgebungstemperatur kaum verändern. Dadurch werden optische Wegabweichungen und mechanische Fehler aufgrund von Wärmeausdehnung und -kontraktion effektiv vermieden. Darüber hinaus besitzt Granit eine Dichte von 2,6–2,8 g/cm³, was ihm von Natur aus eine ausgezeichnete Vibrationsdämpfung verleiht. Er kann die beim Laserbearbeiten entstehenden hochfrequenten Vibrationen schnell dämpfen und so die Stabilität des optischen Systems und der beweglichen Teile gewährleisten.

Gusseisenfundamente sind aufgrund ihrer hervorragenden Gießeigenschaften und Kostenvorteile weit verbreitet. Die typische Lamellengraphitstruktur von Grauguss verleiht ihm eine gewisse Dämpfungswirkung, wodurch etwa 30 % bis 50 % der Vibrationsenergie absorbiert werden können. Allerdings beträgt der Wärmeausdehnungskoeffizient von Gusseisen etwa 10⁻¹² × 10⁻⁶/°C und ist damit 2- bis 3-mal so hoch wie der von Granit. Durch die Wärmeentwicklung bei der langfristigen, kontinuierlichen Verarbeitung kann es zu Dimensionsverformungen kommen. Zudem herrschen im Gusseisen Gussspannungen. Beim Abbau dieser Spannungen während des Gebrauchs können irreversible Veränderungen der Ebenheit und Rechtwinkligkeit des Fundaments auftreten.
Der präzise Dämpfungsmechanismus bei der Verarbeitung im Pikosekundenbereich
Die Bearbeitung mit Pikosekundenlasern ermöglicht dank ihrer ultrakurzen Pulse eine präzise Bearbeitung im Submikrometer- oder sogar Nanometerbereich, stellt aber gleichzeitig hohe Anforderungen an die Stabilität der Anlagen. Der Granitsockel mit seiner stabilen inneren Struktur kontrolliert die Vibrationsreaktion im Submikrometerbereich unter hochfrequentem Laserstrahl und gewährleistet so die Positioniergenauigkeit des Laserfokus. Die Messdaten zeigen, dass die Lasermarkierungsmaschine mit Granitsockel auch nach achtstündiger kontinuierlicher Pikosekundenbearbeitung eine Linienbreitenabweichung von maximal ±0,5 μm aufweist.
Wird die Gusseisenbasis den hochfrequenten Vibrationen eines Pikosekundenlasers ausgesetzt, erfährt die innere Kornstruktur durch die kontinuierliche Belastung mikroskopische Ermüdung, was zu einer Verringerung der Steifigkeit der Basis führt. Überwachungsdaten eines Halbleiterherstellers zeigen, dass die Bearbeitungsgenauigkeit von Anlagen mit Gusseisenbasis nach sechs Monaten Betrieb um 12 % abnimmt. Dies äußert sich hauptsächlich in einer erhöhten Rauheit der Linienkanten und einer Zunahme der Positionierungsfehler. Zudem reagiert Gusseisen relativ empfindlich auf Luftfeuchtigkeit. Bei längerem Gebrauch neigt es zu Rost, was die Verschlechterung der Präzision weiter beschleunigt.
Überprüfung von Leistungsunterschieden in praktischen Anwendungen
Im Bereich der Präzisionsbearbeitung elektronischer 3C-Bauteile führte ein renommiertes Unternehmen einen Vergleichstest zur Leistungsfähigkeit von Anlagen mit zwei verschiedenen Materialgrundlagen durch. Im Experiment wurden zwei Pikosekunden-Lasermarkierungsmaschinen mit identischer Konfiguration mit Granit- bzw. Gusseisengrundlagen ausgestattet, um 0,1 mm dicke Handy-Displays zu schneiden und zu markieren. Nach 200 Stunden Dauerbetrieb betrug die Bearbeitungsgenauigkeit der Anlage mit Granitgrundlage 98,7 %, während sie bei der Anlage mit Gusseisengrundlage nur 86,3 % erreichte. Die Kanten des bearbeiteten Glases wiesen deutliche Sägezahnfehler auf.
Bei der Herstellung von Luft- und Raumfahrtkomponenten spiegeln die Langzeitüberwachungsdaten eines bestimmten Forschungsinstituts die Unterschiede anschaulicher wider: Die Lasermarkierungsmaschine mit Granitsockel weist innerhalb einer fünfjährigen Nutzungsdauer eine kumulative Präzisionsdämpfung von weniger als 3 μm auf; nach drei Jahren hat jedoch der durch die Verformung des Sockels verursachte Bearbeitungsfehler der Anlage mit Gusseisensockel den Prozessstandard von ±10 μm überschritten, sodass eine Gesamtkalibrierung der Maschinengenauigkeit durchgeführt werden muss.
Vorschläge zur Verbesserung von Entscheidungen
Wenn Unternehmen hochpräzise und langlebige, stabile Bearbeitung als Kernanforderungen betrachten, insbesondere in Bereichen wie Halbleiterchips und optischen Präzisionskomponenten, sind Granitfundamente mit ihrer hervorragenden thermischen Stabilität und Vibrationsfestigkeit eine ideale Wahl für eine Modernisierung. Obwohl die Anschaffungskosten zunächst 30 bis 50 % höher sind als bei Gusseisen, können die geringeren Anforderungen an Präzisionskalibrierungen und die kürzeren Wartungsstillstandszeiten die Gesamtvorteile über den gesamten Lebenszyklus deutlich steigern. Für Anwendungsszenarien mit relativ geringen Anforderungen an die Bearbeitungsgenauigkeit und begrenztem Budget können Gusseisenfundamente unter der Voraussetzung einer angemessenen Kontrolle der Einsatzumgebung weiterhin als Übergangslösung verwendet werden.
Durch den systematischen Vergleich der Präzisionsdämpfungseigenschaften von Granit und Gusseisen bei der Bearbeitung im Pikosekundenbereich wird deutlich, dass die Wahl des geeigneten Basismaterials ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der Bearbeitungsgenauigkeit und Zuverlässigkeit der Lasermarkierungsmaschine ist. Unternehmen sollten daher unter Berücksichtigung ihrer technologischen Anforderungen und Kostenüberlegungen fundierte Entscheidungen hinsichtlich der Modernisierung ihrer Basis treffen, um eine solide Anlagengrundlage für die High-End-Fertigung zu schaffen.
Veröffentlichungsdatum: 22. Mai 2025
