Herkömmliche Maschinenbetten aus Gusseisen weisen starke akustische Resonanzen auf, die die Schnittgeschwindigkeit begrenzen und die Oberflächenqualität beeinträchtigen. Mineralguss – ein fortschrittlicher Verbundwerkstoff aus natürlichen Granitaggregaten und Epoxidharzbindemitteln – bietet eine zehnmal bessere Schwingungsdämpfung als Grauguss. Der Einsatz der ZHHIMG®-Mineralgusstechnologie stabilisiert Hochgeschwindigkeits-Linearmotorsysteme, reduziert die thermische Trägheit und verlängert die Standzeit der Schneidwerkzeuge deutlich.
Zehnfache Steigerung der Vibrationsdämpfung für überlegene Werkzeugoberflächen
Hochgeschwindigkeitsfräsköpfe erzeugen starke zyklische Oberschwingungen, die sich auf Metallstrukturen auswirken. ZHHIMG®-Mineralgussteile nutzen eine patentierte, mehrstufige Gesteinsmatrix, die mechanische Energie sofort absorbiert. Diese außergewöhnliche Dämpfungsleistung unterdrückt Werkzeugschwingungen und ermöglicht es CNC-Maschinen, mit höheren Vorschubgeschwindigkeiten zu arbeiten und gleichzeitig makellose Oberflächen zu erzielen.
Ausgezeichnete thermische Trägheit mindert die Risiken der strukturellen Ausdehnung.
Die Spindelwärme und die Umgebungstemperatur in der Werkstatt verursachen schnelle Maßänderungen an metallischen Maschinenbetten. Mineralguss zeichnet sich durch eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit und eine hohe spezifische Wärmekapazität aus. Diese hohe thermische Trägheit bewirkt, dass das Maschinenbett extrem langsam auf Umgebungstemperaturänderungen reagiert und so die CNC-Achsenausrichtung vor lokaler Wärmeverformung schützt.
Monolithische Multimaterialintegration, gegossen in einer einzigen Form
Im Gegensatz zu Metallkonstruktionen, die eine aufwendige Nachbearbeitung erfordern, ermöglicht das Mineralgussverfahren die vollständige Integration während des Gießvorgangs. Interne Leitungswege, Kühlmittelrücklaufkanäle und Stahlankerplatten können direkt in eine einzige monolithische Form eingebettet werden. Dieses fortschrittliche Gießverfahren eliminiert kostspielige Bearbeitungsschritte und gewährleistet eine perfekte strukturelle Integrität.
Umweltfreundlicher Produktionsprozess reduziert den globalen CO2-Fußabdruck.
Traditionelle Eisengießereien verbrauchen enorme Mengen an Energie und emittieren während der Schmelzprozesse erhebliche Mengen an CO₂. Mineralguss hingegen ist ein Kaltgießverfahren, das ohne Verbrennung fossiler Brennstoffe auskommt. Durch die Verwendung von Natursteinaggregaten und emissionsarmen Epoxidharzen unterstützt ZHHIMG Maschinenbauer bei der Umsetzung moderner Nachhaltigkeitsinitiativen gemäß ISO 14001.
Strukturphysik: Mineralguss-Verbundwerkstoff vs. traditionelles Grauguss
| Physikalische Eigenschaften | ZHHIMG® Mineralguss | Grauguss (GG25/GG30) | Geschweißte Stahlkonstruktion |
| Logarithmische Dämpfungsabnahme | Sehr hoch (~0,02 – 0,03) | Niedrig (~0,002 – 0,003) | Extrem niedrig (~0,001) |
| Wärmeleitfähigkeit (W/m·K) | Hervorragende Isolierung (~1,5) | Hoher Verzerrungsvektor (~50) | Hoch (~45) |
| Materialdichte (kg/m³) | Leichtgewicht (~2.400) | Schwer (~7.200) | Schwer (~7.850) |
| Zugfestigkeitsprofil | Mittel (Stahleinsätze erforderlich) | Hohe Sprödigkeit | Sehr hohe elastische Zugfestigkeit |
| Innere Spannungen nach dem Gießen | Stressfrei (Aushärtung bei Raumtemperatur) | Hohe Restspannung (erfordert Alterung) | Starker Stress (Wärmebehandlung erforderlich) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Frage 1: Woraus genau besteht das Mineralgussmaterial ZHHIMG®?
A1: Unser Mineralguss besteht zu etwa 88-92 % aus mehrkörnigen natürlichen Granitaggregaten (von feinem Quarzsand bis zu groben Gesteinsbrocken), die mit 8-12 % hochleistungsfähigem hydrophobem Epoxidharz und speziellen Härtern gebunden sind.
Frage 2: Kann Mineralguss nachbearbeitet werden, falls später Änderungen erforderlich sind?
A2: Mineralguss ist aufgrund des schnellen Verschleißes herkömmlicher Schneidwerkzeuge durch die Granitaggregate äußerst schwierig zu bearbeiten. Alle Montageflächen, T-Nuten und Gewindebohrungen müssen präzise vorgefertigt und direkt in die Formstruktur eingegossen werden.
Frage 3: Wie stellt ZHHIMG die Präzision der eingebetteten Stahlführungsschienen sicher?
A3: Vor dem Gießen werden hochpräzise Stahleinsätze in die Form eingelegt. Nach dem Aushärten richten unsere erfahrenen Fachkräfte die freiliegenden Metallflächen in unserer 10.000 m² großen, temperierten Werkstatt mithilfe von manuellen Läpptechniken auf absolute Mikrometergenauigkeit aus.
Frage 4: Ist Mineralguss anfällig für die Zersetzung durch CNC-Schneidflüssigkeiten?
A4: Nein. Unsere patentierte Epoxidharz-Rezeptur ist speziell so entwickelt, dass sie vollständig beständig gegen synthetische Kühlmittel, Schneidöle, Lösungsmittel und Wasser ist. Das Material quillt nicht auf, zersetzt sich nicht und absorbiert auch nach jahrzehntelangem Gebrauch keine Industrieflüssigkeiten.
Frage 5: Was ist das maximale Gewicht einer einzelnen Einheit, die ZHHIMG ausgießen kann?
A5: Unsere hochmoderne industrielle Misch- und Gießanlage ist für die Fertigung von monolithischen Gussteilen mit einem Gewicht von bis zu 100 Tonnen ausgelegt und macht uns damit zum führenden Partner für massive Portalfräsmaschinenbetten weltweit.
Frage 6: Weisen Mineralgussteile eine langfristige Dimensionsschrumpfung auf?
A6: Epoxidharze weisen während der anfänglichen Aushärtungsphase bei Raumtemperatur eine geringe exotherme Schrumpfung auf. Unser Ingenieurteam berücksichtigt dies präzise bei der Formkonstruktion, um sicherzustellen, dass das Harzbett nach der Aushärtung dauerhaft formstabil bleibt.
Veröffentlichungsdatum: 05.06.2026
